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Aber bitte mit ohne Sahne!

EU-Richtlinien f├╝r mehr Hygiene

Beim Kunsthandwerkermarkt in der R├╝sselsheimer Festung kam es zum folgenreichen Streit: Weil einige Verk├Ąufer von Speisen und Getr├Ąnken ├╝ber Richtlinien der Europ├Ąischen Union nicht Bescheid wussten, konnten sie ihr bisher unbeanstandetes Angebot wieder einpacken und nach Hause nehmen: Verkaufst├Ąnde und Waren entsprachen nicht den gesetzlichen Vorschriften.

Jetzt hat das Amt f├╝r Veterin├Ąrwesen und Verbraucherschutz des Kreises Gro├č-Gerau auf die versch├Ąrfte Gesetzeslage ├╝ber die Lebensmittelhygiene hingewiesen:

"Hausgemachte Spezialit├Ąten und ein frisch gezapftes Bier - das ist mittlerweile ├╝berall ein St├╝ck sommerliche Lebensqualit├Ąt. Um dabei unangenehme ├╝berraschungen in Form von Lebensmittelinfektionen zu vermeiden, gilt es aber auch bei Stra├čen- und Vereinsfesten einige wichtige hygienische Grundregeln zu beachten".

Schon kleine Nachl├Ąssigkeiten im Umgang mit Lebensmitteln k├Ânnten schlimme Folgen haben und Infektionen oder gar Vergiftungen hervorrufen. Jahr f├╝r Jahr werden in Deutschland rund 200 000 solcher F├Ąlle registriert - und die Dunkelziffer sei noch weit h├Ąher.

Grunds├Ątzlich, so raten die Verbrauchersch├╝tzer des Kreises, sollten Verkaufsst├Ąnde ├╝berdacht sein und frei von Staub und anderen Verunreinigungen gehalten werden. Die Oberfl├Ąchen sollten leicht zu reinigen sein, entsprechende K├╝hleinrichtungen vorgehalten werden und auch eine Handwaschgelegenheit vorhanden sein. "Leicht verderbliche hausgemachte Lebensmittel, zum Beispiel Sahnetorten und Remouladenso├če, d├╝rfen auf Vereinsfesten nicht verkauft werden", schreibt die Beh├Ârde. Und nat├╝rlich sollten die Verk├Ąuferinnen und Verk├Ąufer saubere Arbeitskleidung tragen und nicht an ansteckenden Krankheiten leiden.

Um vor allem Vereine bei der Durchf├╝hrung ihrer Feiern zu unterst├╝tzen, f├╝hrt der Landesverband Hessen des Deutschen Hausfrauenbundes derzeit ein Projekt zum Thema Lebensmittelhygiene und Lebensmittelsicherheit durch. Mitarbeiterinnen des Hausfrauenbundes stehen f├╝r Vortragsveranstaltungen zur Verf├╝gung, und in der Brosch├╝re "Feste sicher feiern" werden ausf├╝hrliche Hinweise f├╝r ein gelungenes und vor allem gesundheitlich "folgenloses" Vereinsfest gegeben.

Die Kreisverwaltung betont, man wolle keinesfalls die Festkultur zerst├Âren durch Auslegung der EU-Richtlinien "nach Punkt und Komma". Allerdings sei das Veterin├Ąramt gehalten, ├╝berpr├╝fungen vorzunehmen. Im Konfliktfall sei vielfach ein Kompromiss denkbar.

N├Ąhere Informationen zum Thema Lebensmittelhygiene bei Vereinsfesten gibt es beim Deutschen Hausfrauenbund, Landesverband Hessen, Ro├čd├Ârfer Stra├če 76A, 64287 Darmstadt, Telefon 06151 425365, Fax 06151 424989, E-Mail: hausfrauenbund-hessen@t-online.de, Internet: www.hausfrauenbund-hessen.de.

Dort kann man auch die Brosch├╝re "Feste sicher feiern" zum Preis von drei Euro bestellen. Informationen zu allen Fragen der Lebensmittelhygiene beantwortet zudem das Amt f├╝r Veterin├Ąrwesen und Verbraucherschutz Gro├č-Gerau, Am Atzelberg 17, 64521 Gro├č-Gerau, Telefon 06152 98750, Fax 06152 83890.


Datum: 07.07.2005

Autor: Sportbund R├╝sselsheim

Quelle: www.sportbund-ruesselsheim.de

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